Museum für Islamische Kunst // Kairo

1880 als Gebäude für die Staatsbibliothek gegründet wurde das Gebäude ab 1903 für das heutige Museum der Islamischen Kunst genutzt. Die Sammlung war zuvor in der el-Hakim-Moschee untergebracht. Es ist mit etwa 70.000 Ausstellungsstücken aus dem 7. bis19. Jahrhundert aus allen Teilen der islamischen Welt das bedeutendste Museum seiner Art. Keramiken, Kacheln, Glasgegenstände, Teppiche, Bücher und Textilien gehören unter anderem zu den Stücken. In Nord-Süd-Richtung ausgerichtet ist das Gebäude breit aber mit einer geringen Tiefe.Durch den Nordeingang wird das Museum betreten, ausschließlich für offizielle Empfänge dient der zentrale Eingang.

Chronologisch geordnete Stücke wie Marmorwasserkrüge, Messingleuchter, Gegenstände aus der Omaijadenzeit, Kunstgegenstände aus der Abbasiden- und Tulunidenzeit, Exponate der Mameluckenzeit ebenso die Kunst der Fatimiden- und Aijubidenzeit befinden sich in den ersten Fünf der insgesamt 23 Säle. Thematisch sind die übrigen Gegenstände ausgestellt. Hiezu gehören Holz- und Metallarbeiten, beispielsweise Möbel mit Einlegearbeiten, Kästen, Deckentafeln, Türen und Bronzekerzenhalter. Auch die Nachbildung eines Empfangsraumes aus osmanischer Zeit, Elfenbeinarbeiten, Metallarbeiten aus der mamelukischen Zeit, Gegenstände der nichtägyptischen Keramik und persische Kalligrafie- und Buchkunst sind in den Sälen zu sehen. Weiterhin dient ein Saal, an dessen Wände sich Keramikfliesen mit der Darstellung der Qaba befindet, der wechselnden Ausstellungen. Einer der Säle beherbergt ausschließlich persische Keramik zu welcher Gefäße, Fayencen und Tier- und Pflanzenplastiken gehören. Im ersten Stockwerk befindet sich die Bibliothek, welche nur zu Studienzwecken genutzt wird. Hier sind Papyri, Urkunden, Miniaturen, arabische Bücher und viele weitere Studiengegenstände untergebracht.

Das Museum für Islamische Kunst kann täglich besucht werden und ist besonders für Schulen und Forscher ein beliebter Ausflugsort.

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