Kom Ombo // Ägypten

Durch die Ruinen eines altägyptischen Tempels und seinen Kamelmarkt ist die Ortschaft Kom Ombo, in Oberägypten, bekannt. Sie war im alten und mittleren Reich der Hauptort des ersten unterägyptischen Gaues. Zu den aus dieser Zeit stammenden wenigen Resten gehört unter anderem eine dekorierte Grabkammer. Der sogenannte Doppeltempel ist der Tempel dieses Ortes und seine Reliefausschmückung ist noch sehr gut erhalten. Auf den Architraven befinden sich Darstellungen der Göttin Nechbet. Eine eigene Triade bildet in Kom Ombo der Gott Haroeris und Gott Sobek mit Hathor und Chons. Der Bau begann unter Ptolemaios VI auf den Resten der Vorgängerbauten der 12., 18. und 19. Dynastie. Nie gänzlich fertig gestellt, aber bis ins 2. und 3. Jahrhundert weitergearbeitet wurde an der Dekoration. Die große Umfassungsmauer besaß als Doppeltempel auch zwei Eingänge. Diese galten als Doppelportal. Der Pronaos erhebt sich hinter dem Hof mit 3 x 5 Säulen, welche zwölf Meter hoch sind und wunderschöne Kompositkapitelle besitzten. Auf das Doppelheiligtum deuten zwei parallele Zugänge im Inneren, welche in einen Säulensaal mit 2 x 5 Säulen, drei Vorsälen und zwei Sanktuarien mit schwarzen Granitsockeln, führen. Zu den Kultbildkammern stellen die durchbrochenen Rückwände eine Verbindung her. Krypten waren in der Nord- und Ostecke eingebaut. Zu den bedeutendsten Werken der ptolemäischen Baukunst zählen die Reliefs und Dekorationselemente wie Friese, Hohlkehlen und Kapitelle.

In Kom Ombo stand ebenso ein großes Geburtshaus vor dem Tempel, es wurde Mammisi des Ptolemaios VIII genannt. Der westliche Teil der Umfassungsmauer und das Geburtshaus riss der Nil im 19. Jahrhundert mit sich. Das Ausmaß der Katastrophe lässt sich heute noch erahnen, denn die Anlage wurde 20 Meter über dem normalen Niveau des Nils erbaut.

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