Edfu // Ägypten

In Oberägypten, 100 Kilometer südlich von Luxor, am linken Ufer des Nils, liegt die Stadt Edfu. Beide Nilufer werden seit 1969 mit einer Brücke verbunden. Im wesentlichen leben die Einwohner vom alten Töpfergewerbe und einigen Zuckerfabriken. In religiösen Texten wird die Stadt Behedet oder Neset-Netjerum genannt. Edfu war im frühen Mittelalter der Sitz eines Bischofs. Zu den eindruckvollsten Altertümern gehört der Horus Tempel, welcher noch fast vollständig erhalten ist. 236 vor Christi wurde der Tempel gegründet. Ptolemaios III begann mit dem Bau, sein Nachfolger stellte es im Rohbau fertig. Erst 176 vor Christi nahm Ptolemaios VI, bedingt durch kriegerische Unruhen, den Bau wieder auf. Erst sein Nachfolger konnte den Bau letztendlich fertig stellen.

Von einer heute noch teilweise erhaltenen Ziegelmauer war der Tempel komplett umgeben. Zwei großen Falken stehen links und rechts vor dem Pylon, dahinter befindet sich der große Kolonnadenhof, von hieraus geht es in die Weihehalle und die Bibliothek. Ein 25 Meter breiter und 14 Meter langer Portikus aus 18 Säulen befindet sich am Ende, hier sind noch eine Halle, Gänge und Kammern zu finden. In sich bildet das Allerheiligste ein keines eigenständiges Bauwerk. Zu den größten zusammenhängenden Sammlungen von hieroglyphischen Texten der griechisch-römischen Zeit gehören die Inschriften des Edfu Tempels und sind für die Philologie von sehr großer Bedeutung. Das Hamburger Edfu Projekt übersetzt seit 1986 diese Inschriften.

Neben dem großen Tempel steht das kleine Heiligtum der Göttin Hathor, es wird Mammisi, Geburtshaus, genannt. Es wurde westlich vom Eingangstor des großen Tempels errichtet.
Ansehnliche Reste der antiken Stadt liegen direkt neben dem Horustempel. Teilweise sind diese, ebenso wie Häuser der griechischen, römischen und byzantinischen Stadt, bei Ausgrabungen gefunden worden.

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