Catedral Sé Patriarcal // Lissabon

Die Kathedrale Sé Patriarcal in der portugiesischen Hauptstadt ist die älteste Kirche der Stadt. Sie wurde im Jahr 1147 gebaut, nachdem die Mauren vertrieben und deren Moschee abgerissen worden waren. Im Laufe der Zeit wurde das Gebäude mehrmals durch Erdbeben beschädigt, so dass sie immer wieder restauriert werden musste. Außerdem wurden von den Herrschern Portugals in den verschiedenen Epochen immer wieder bauliche Veränderungen veranlasst. So ist es nicht verwunderlich, dass sie zwei verschiedene Baustile miteinander vereint. Der Innenraum der Kirche präsentiert den eher schlichten romanischen Stil, während der Chorumgang mit insgesamt neun Kapellen im gotischen Stil errichtet wurde. Rechts vom Haupteingang befindet sich die Schatzkammer, in welcher mehrere Reliquien ausgestellt werden. Besonders sehenswert ist das Taufbecken der Kathedrale, welches aus dem 12. Jahrhundert stammt. Hier soll Erzählungen nach der Heilige Antonius getauft worden sein. Faszinierend ist auch die berühmte Weihnachtskrippe von Machado de Castro aus dem Jahr 1766, welche im Innern der Kirche in einer Glasvitrine ausgestellt ist.

Die Kathedrale beherbergt auch eine Ausstellung über archäologische Ausgrabungen, da im Klostergarten einige Funde aus der Zeit der Römer gemacht wurden. Außerdem können Besucher die Särge von König Alfonso IV und Königin Brites besichtigen, sowie die Sarkophage des Ritters Lopo Fernandes Pacheco und seiner Frau Maria Vilalobos. Die Deckenmalereien stammen aus der Zeit des Barock, wunderschön ist auch das große Rosettenfenster der Westfassade. An die Kirche wurde im 14. Jahrhundert ein Kreuzgang angebaut. Die Kathedrale ist von Montag bis Samstag von 8.30 bis 18 Uhr geöffnet. Während der Eintritt in die Kathedrale frei ist, muss für die Ausstellung und die Besichtigung der Schatzkammer bezahlt werden.

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