Bab Zuweila Tor // Kairo

Ein in moderner Zeit stehendes mittelalterliches Tor in Kairo ist das Bab Zuweila. Während der osmanischen Zeit war es als Bawabbat al-Mitwali bekannt. Es ist eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt und das letzte verbleibende Tor von den Wänden des Fatimiden Kairo des 11. und 12. Jahrhunderts. Kairo wurde in 969 zur königlichen Stadt der Fatimidendynastie und in 1092 wurden um Kairo zwei Mauern errichtet. Bab Zuweila war das südliche Tor. Es besteht aus zwei Türmen, welche über eine Treppe bestiegen werden können. Das Tor war auch ein Platz für Hinrichtungen und war Aussichtspunkt für den Sultan, um den Beginn der Hadsch und der jährlichen Pilgerfahrt nach Mekka zu betrachten. Die Köpfe der Toten wurden auf dem Tor ausgestellt.

Westlich von Bab Zuweila befand sich ein Kerker, in welchem der Scheich Amir Al Mu’ayyad inhaftiert war. Er schwor, diesen nach seiner Entlassung zu zerstören und eine Moschee zu errichten. Tatsächlich ließ er im Jahr 1415 an dieser Stelle eine Moschee bauen. Bab Zuweila ist durch eine große Geschichte des 13. Jahrhunderts gekennzeichnet. 1260 versuchte der mongolische Führer Hulagu einen Angriff auf Ägypten, nachdem er erfolgreich die Übergabe von Damaskus erzwingen hatte. Hulagu sendete sechs Boten nach Qutuz in Kairo, um die Übergabe zu fordern. Qutuz reagierte mit Hinrichtungen der Boten auf die überbrachte Nachricht und stellte die Köpfe auf dem Tor aus. Die erfolgreiche Schlacht gegen die Mongolen gab den Wendepunkt im Ausbau des Reiches und das Ende der mongolischen Präsenz in der Region. Das entsprechende Tor an der Nordseite der Mauer war das Bab al-Futuh.

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