Abu Simbel // Ägypten

In Nubien, südlich von Assuan, liegt der Ort Abu Simbel. Er besteht aus zwei Tempeln, welche der Pharao Ramses II, am westlichen Nilufer, erbauen ließ. Diese liegen zwischen dem ersten und zweiten Kataralt und sollten die Macht und ewige Überlegenheit, an der südlichen Grenze des Pharaonenreiches, gegenüber dem tributpflichtigen Nubien hervorheben. Aus allen Ländern besuchen, schon seit zwei Jahrhunderten, Touristen die Tempel. Durch einen geplanten Bau eines Hochdammes mussten die Tempel verlegt werden, da diese sonst im Nassersee versunken wären. Für die Verlegung 180 Meter landeinwärts und 64 Meter über dem alten Tempelareal wurden die bestehenden Gebäude in 1036 Blöcke zerschnitten. Heute noch sind die Schnitte an der Außenfassade erkennbar, der innere Teil des Tempels wird, teils hängend, von einer Stahlbetonkuppe gehalten. Diese Kuppel misst 140 Meter. Unter aufgeschüttetem Sand, Geröll und Originalfelsen, wird die Kuppel äußerlich verborgen und somit der ursprüngliche Eindruck des Felsentempels gewahrt.

Wann genau die Tempel erbaut sind, ist unklar, jedoch kann davon ausgegangen werden, dass es zur Zeit des nubischen Vizekönigs Iunj war. Geweiht wurde der große Tempel den Reichsgöttern Amun-Re, Horus von Mehu, Ptah und dem vergöttlichen Ramses. Vier 22 Meter hohe Kolossalstatuen stellen Ramses den II dar. Die dazwischenliegenden Kleinen stellen Familienmitglieder dar. Der vergöttlichen großen, königlichen Gemahlin des Ramses und der Göttin Hathor von Ibschek ist der kleine Tempel von Abu Simbel geweiht. Unternubien wurde durch den Stausee komplett überflutet, nur in Abu Simbel ist mit Hotels und einem Flugplatz ein neuer Ort entstanden.

Die Bevölkerung lebt heute nur noch vom Tourismus, da es an landwirtschaftlichen Flächen fehlt. Verschiedene Projekte jedoch laufen schon seit der Jahrhundertwende, welche das Ziel beabsichtigen, die hochgelegene Wüstenregion mit Wasser aus dem See fruchtbar zu machen.

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